

"Mein Kind ist anders..."
Viele Eltern erleben im Alltag, dass ihr Kind in manchen Situationen anders reagiert als erwartet. Bestimmte Verhaltensweisen zeigen sich immer wieder oder werden mit der Zeit als belastend erlebt – ohne dass sofort klar ist, wie sie einzuordnen sind oder was dem Kind helfen könnte.
Eltern berichten dabei unter anderem, dass ihr Kind...
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bei Übergängen und Veränderungen besonders sensibel reagiert oder viel Begleitung braucht
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zu Hause ein anderes Verhalten zeigt als unterwegs, im Kindergarten oder in der Schule
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bei Anforderungen rasch überfordert wirkt, emotional stark reagiert oder sich zurückzieht
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ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Struktur, Vorhersehbarkeit oder Kontrolle hat
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in manchen Bereichen sehr selbstständig ist, in anderen jedoch deutlich Unterstützung benötigt
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im Alltag auffällt, ohne dass es dafür eine klare Erklärung gibt
Solche Beobachtungen können verunsichern und viele Fragen auslösen. In der Begleitung geht es darum, Verhalten im Zusammenhang zu verstehen, Orientierung zu gewinnen und gemeinsam passende, alltagstaugliche Wege zu entwickeln.

Neurodivergenz
Schwerpunkt in der Praxis
Neurodivergenz beschreibt insgesamt die Vielfalt menschlicher Denk-, Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen. Dazu zählen unter anderem Autismus-, ADHS- oder PDA-Profile. Ein neurodivergenzsensibler Blick hilft, Unterschiede nicht als Defizite zu bewerten, sondern sie besser zu verstehen und passend zu begleiten.
Autismus ist keine Störung des Verhaltens, sondern eine andere Art, die Welt wahrzunehmen, zu verarbeiten und zu erleben. Autistische Kinder denken, fühlen und reagieren oft anders als ihr Umfeld es erwartet. Viele ihrer Verhaltensweisen sind dabei sinnvolle Strategien, um mit Reizen, Unsicherheit oder Anforderungen umzugehen.
In meiner Praxis liegt der Schwerpunkt auf der pädagogischen Begleitung autistischer und neurodivergenter Kinder sowie insbesondere auf dem PDA-Profil (Pathological Demand Avoidance).
Dabei ist mir wichtig: Eltern müssen nicht mit einer Diagnose kommen. Oft entsteht im gemeinsamen Verstehen erst Klarheit darüber, was ein Kind unterstützt – und manchmal auch darüber, ob eine weitere Abklärung sinnvoll sein könnte. Auch bei Vermutung, offenen Fragen oder Unsicherheit unterstütze ich Familien dabei, Verhalten einzuordnen, Ressourcen sichtbar zu machen und hilfreiche Strategien für den Alltag zu entwickeln.